Datenblatt durchgesehen im
Der Speicher entscheidet mit: Wie sparsam Ihre Wärmepumpe wirklich läuft
Der Speicher steht still neben der Wärmepumpe und bestimmt doch mit, wie viel Strom sie braucht. Worauf es bei Größe, Einbindung und Wärmeverlust ankommt.
Worum es hier geht
Beim Stromverbrauch einer Wärmepumpe schauen die meisten auf das Gerät: Leistung, Arbeitszahl, Lautstärke. Der Speicher daneben ist im Angebot schnell eine Position unter vielen. Dabei bestimmt er mit, wie warm die Wärmepumpe liefern muss und wie viel Wärme verloren geht, bevor sie jemand nutzt.
Die Mechanik dahinter ist schlicht. Ein Speicher, der warmes und kaltes Wasser vermischt, zwingt die Wärmepumpe zu höheren Vorlauftemperaturen – nach der Faustregel kostet jedes Kelvin rund 2 bis 2,5 % Effizienz. Ein Speicher, der größer ist als seine Aufgabe oder im kalten Keller steht, verliert jeden Tag Wärme, die die Wärmepumpe nachliefern muss.
Hier finden Sie die Fehler, die sich daraus ergeben, eine Anleitung, wie sich die Größe eines Speichers begründen lässt, und einen Speicher-Check, mit dem Sie Ihr Angebot Punkt für Punkt prüfen.
Das finden Sie hier
- Fünf Speicherfehler, die Ihre Wärmepumpe jedes Jahr Strom kosten – Mischen, Überheizen, Wärme an den Keller verlieren: was jeder Fehler kostet und woran Sie ihn im Angebot erkennen.
- So klein wie möglich, so groß wie nötig: Wie groß der Speicher wirklich sein muss – Liter je Kilowatt für Laufzeit und Sperrzeiten, Faustwerte fürs Warmwasser und was jeder Liter zu viel an Wärme verliert.
- Anzeige – Zwei Schichtenspeicher, gebaut für die Wärmepumpe – zwei Speicher mit zwei und drei Temperaturzonen und Warmwasser im Durchlauf, vorgestellt mit den Werten aus dem Datenblatt.
Speicher-Check fürs Angebot
Legen Sie das Angebot neben diese Liste und arbeiten Sie sich von oben nach unten durch – von der Aufgabe des Speichers bis zur Förderung.
Passt der Speicher zu Ihrer Wärmepumpe?
Der Fachbetrieb klärt Größe, Einbindung und Aufstellort des Speichers für Ihr Haus und Ihre Wärmepumpe.
Kostenlos und unverbindlich. Es meldet sich der Fachbetrieb, der diese Website betreibt – Name und Anschrift stehen im Impressum.
Häufige Fragen
Braucht jede Wärmepumpe einen Speicher?
Nicht jede braucht einen eigenen Pufferspeicher – das entscheiden Wärmepumpe, Heizflächen und Stromtarif. Bei Fußbodenheizung ist in der Regel keiner nötig, denn dort speichert der Estrich. Warmwasser ist eine eigene Frage: Es wird entweder in einem Speicher bevorratet oder im Durchlauf erwärmt.
Wie groß sollte der Speicher sein?
So klein wie möglich, aber so groß wie nötig. Für längere Laufzeiten nennt der Bundesverband Wärmepumpe 20 bis 25 Liter pro Kilowatt größter Heizleistung, zum Überbrücken von Sperrzeiten 30 bis 40 Liter pro Kilowatt. Beim Warmwasser liegen die Faustwerte je nach Quelle bei rund 50 bis 100 Litern pro Person.
Was ist ein Schichtenspeicher?
Ein Speicher, der warmes Wasser oben und kühleres unten getrennt hält. Kaltes Wasser ist schwerer und sinkt ab, deshalb bilden sich die Schichten von selbst. Entscheidend ist, dass sie beim Laden und Entladen nicht durcheinandergeraten, denn eine Durchmischung kostet nutzbare Temperatur.
Wie viel Wärme darf ein Speicher verlieren?
Seit dem 26.09.2017 gelten Höchstwerte für Speicher bis 2.000 Liter, zum Beispiel 86,0 W bei 200 Litern und 116,7 W bei 500 Litern. Gute Speicher bleiben weit darunter: Für 200 Liter in Klasse A nennt der BDH 31,8 bis 43,9 W.
Wird der Speicher bei der Wärmepumpe gefördert?
Das KfW-Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen führt Wärmespeicher und Warmwasserbereitung als weitere förderfähige Maßnahmen auf, und der Bundesverband Wärmepumpe zählt die Installation eines Speichers zu den Umfeldmaßnahmen. Ob Ihr Vorhaben die Bedingungen erfüllt, prüft der Fachbetrieb, bevor der Antrag gestellt wird.
Wer meldet sich, wenn ich anfrage?
Der Fachbetrieb, der diese Seite betreibt. Name und Anschrift stehen im Impressum.
Quellen
- Bundesverband Wärmepumpe: Leitfaden Hydraulik (PDF) (Quelle vom 08/2023)
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Energietipp Pufferspeicher bei Wärmepumpen (PDF) (Quelle vom 09.09.2025)
- Deutsche Umwelthilfe: Factsheet 7 – Wärmepumpen mit Pufferspeicher, Solarthermie und Wärmerückgewinnung (PDF) (Quelle vom 12/2023)
- co2online: Wärmepumpe mit Pufferspeicher (Quelle vom 25.09.2026)
- Verbraucherzentrale: Wie erzeuge ich Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize? (Quelle vom 30.01.2026)
- Bayerisches Landesamt für Umwelt: Wärmespeicher (Energie-Atlas Bayern, PDF) (Quelle vom 06.04.2021)
- BDH: Infoblatt Nr. 60 – Warmwasserspeicher, Energielabel und Ökodesign (PDF) (Quelle vom 03/2019)
- BDH: Infoblatt Nr. 74 – Energetische Bewertung von Warmwasserspeichern (PDF) (Quelle vom 08/2020)
- KfW: Infoblatt förderfähige Maßnahmen und Leistungen, Version 11.0 (PDF) (Quelle vom 16.09.2026)
- Bundesverband Wärmepumpe: Hilfestellung zum Förderantrag (PDF) (Quelle vom 05/2024)
Rund um den Speicher
Auslegung
So klein wie möglich, so groß wie nötig: Wie groß der Speicher wirklich sein muss
20 bis 25 Liter je kW, 30 bis 40 Liter je kW oder gar kein eigener Puffer? So lässt sich die Speichergröße begründen – und das kostet jeder Liter zu viel.
Effizienz
Fünf Speicherfehler, die Ihre Wärmepumpe jedes Jahr Strom kosten
Ein Speicher, der mischt, zu heiß läuft oder Wärme an den Keller abgibt, kostet an jedem Betriebstag Strom. Fünf Fehler und wie Sie sie im Angebot erkennen.
Anzeige Schichtenspeicher
ECOLINK und DUOLINK: Zwei Schichtenspeicher, gebaut für die Wärmepumpe
Zwei Zonen auf 500 Litern, drei Zonen auf 750 Litern, Warmwasser im Durchlauf: die Schichtenspeicher ECOLINK und DUOLINK mit den Werten aus dem Datenblatt.